Freitag, 19. Oktober 2012

Festival of Lights

Festival of Lights oder doch eher Festival of Leid?

Ja, was soll ich sagen, am Besten beschreibe ich Euch kurz, wie mein Ablauf beim gestrigen Besuch des Festival of lights war.


16.00 Uhr : Abmarsch zur Oberbaumbrücke, hier sollten meine ersten Aufnahmen entstehen. Da es um diese Uhrzeit noch hell war, machte ich zunächst Tagesaufnahmen der Oberbaumbrücke, ich hatte gehofft den Sonnenuntergang etwas besser einfangen zu können, aber ohne Sonne an der richtigen Stelle gar nicht so einfach, diese und andere Bilder sind zu sehen in einem anderen Post ;). Entlang der Uferpromenade unterhalb der East-Side-Gallery lässt es sich übrigens sehr schön spazieren gehen und das Wasser der Spree beobachten. Ich hab mir die Zeit unter anderem mit einem Bierchen in einem kleinen "Selbstbedienungslokal" vertrieben und mich damit ans Ufer gesetzt.

19.00 Uhr: Es geht los!
Die Lichter waren auch vorher schon an, allerdings sah man sie im Hellen natürlich nicht ;). Hier einige Bilder der Oberbaumbrücke bei Nacht. Der gelbe Streifen kurz über der Brücke ist übrigens eine vorbeifahrene U-Bahn.







Bis hierhin sah die Sache noch ganz gut aus und ich ging frohen Mutes in Richtung Alexanderplatz.
Auf dem Weg dorthin kam ich natürlich auch an der O2World vorbei, die ich noch schnell mitnehmen musste.






Entlang der East-Side-Gallery machte ich mich nun auf den Weg zum Alex, jetzt war es ca. 19.15 Uhr.
Einige schöne Motive konnte ich auch auf dem Weg, der gefühlte 30km lang war, einfangen.

Da ist doch tatsächlich ne´ Tür in der Mauer gewesen und keiner hat sie vorher gesehen, verrückt :P.

Lichtspielerei

Lichtspielerei als Color Key


ca. 20.00 Uhr: Gut 30 Minuten später bin ich fast am Alex angekommen. Ich nehme den Fernsehturm noch einmal unter die Lupe und spiele etwas mit meinem Objektiv. Das kam dabei heraus.






Durch das Heran-und Herauszoomen bei der Langzeitbelichtung entsteht dieser Doppeleffekt des Turmes. Ich fand diesen Effekt ganz niedlich.

Noch schnell nen altes Gebäude fotografiert und weiter Richtung Alexanderplatz.



Am Alex angekommen war ich doch etwas ernüchtert, als ich feststellen musste, dass der Turm hier, die einzige Attraktion war. Etwas enttäuscht stiefelte ich weiter Richtung Brandenburger Tor, meine nächste Anlaufstelle für spektakuläre Light-Pictures...

Auf meinem Weg zum Tor liess ich meine Blicke natürlich in jede Richtung schweifen, nur um nicht ein Objekt der Beleuchtung auszulassen.
Ich war echt erstaunt, wie voll und überlaufen der Weg und die Plätze zum Brandenburger Tor hin waren. Teilweise war es recht anstrengend sich durch die Massen zu wühlen.
Es dauerte auch nicht lange, da kam ich am Miniaturstadtplan von Berlin vorbei, der im Maßstab 1:775 angelehnt an den 775. Geburtstag von Berlin ist. Nicht wirklich beleuchtet und auch nicht dazugehörig, aber dennoch sehenswert.


Ein kleines Stück weiter auf der gegenüberliegenden Strassenseite befindet sich der Berliner DOM. Aus der Richtung von der ich kam, sah man nicht wirklich, dass er angestrahlt  wurde, erst als ich daran vorbei lief, fielen mir auch hier auf dem Platz vor dem DOM die Menschenmassen mit Ihren dauerklickenden Cameras auf. Also geschwind auf die andere Strassenseite und kräftig mitgeknippst :D.






Kurz vor 21.00 Uhr: Auf meinem Weg weiter Richtung Quadriga, kamen mir keine Highlights mehr entgegen, ich denke mal, dass auch die diversen Baustellen "Unter den Linden" das ganze Lichtspiel etwas beeinflusst haben. Das Einizge was vor dem Brandenburger Tor noch beleuchtet war, waren die Schaufenster der Souvenirläden.

Endlich da! Das Brandenburger Tor.....aber wo stelle ich mich hin mit meinem Stativ? Der Kampf um die beste Position hat begonnen, zu dumm nur, dass es bei diesen Menschenmassen die "Beste Position" nicht gibt! Also einfach reingestellt und gut iss. Nachfolgende Bilder sind doch im Nachhinein gar nicht sooooo schlecht geworden, ich hatte sie mir durchaus schlimmer vorgestellt, da ständig Leute vor die Linse gelaufen sind, die man zwar nicht auf dem Bild sieht, aber dadurch das Bild leicht unscharf wird und verschwimmt.












Nachdem ich das BB-Tor nun endlich abhaken konnte begab ich mich zum Potsdamer Platz. Die Amerikanische Botschaft war auch  illuminiert, aber so schlecht einfangbar, dass ich es nach diversen Versuchen gelassen habe. Dafür gab es noch ein Kombi-Bild.





Kurz vor 21.30 Uhr: Angekommen am Potsdamer Platz.
Hier ist lichttechnisch schon etwas mehr los. Diverse hohe Gebäude sind illuminiert, sowie der Platz vor dem Ausgang zur S-Bahn. Zusätzlich wird die Lichtstimmung noch mit Kunstnebel verstärkt, was allerdings sehr schwer einzufangen war, da ständig direkt vor der Nebelmaschine rumgesprungen wurde und der Nebel sich überall hin bewegte nur nicht ins Licht.









Ein paar Schritte weiter wurde eine Strasse mit Wechsellicht beleuchtet, ganz nett anzusehen.





Und am Ende der Strasse wusste ich endlich was hier los war, ein großes Schild sagte es mir.






Nach einem kurzen Snack und einer sitzerischen Verschnaufpause machte ich mich auf den Weg zu meiner letzten Station, dem alten Tempelhofer Flughafen auch neu genannt "Tempelhofer Freiheit".
Hier sollte meine Tour enden. Ab in die U-Bahn und Platz der Luftbrücke wieder ausgestiegen. Neugierig schaute ich vom U-Bahn Ausgang was mich erwarten würde und blickte in Richtung Haupteingang, dunkel, das kann doch nicht sein dachte ich, aber dann die Erleuchtung :). Mir kamen auch schon andere Lichtinteressierte entgegen und ich wusste nun hier bin ich doch richtig.

Als ich mich vorher über die Veranstaltung informierte, war auf der homepage ständig die Rede von den "Wächtern des Lichts". In roten Kutten stehen sie abwechselnd an verschiedenen Orten und sind mit ein Highlight der Veranstaltung. Wer sie trifft und fotografiert war dabei. Nur leider traf ich diese Gruppe von rotgekleideten Highlight nicht........bis zu diesem Zeitpunkt :D. Ich war so happy, dass ich diese Jungs gefunden habe und habe ganz aufgeregt meine Camera wieder zusammengebaut, die ich vorher am Potsdamer Platz schon wieder eingepackt hatte. Hoffentlich hauen sie jetzt nich gerade ab wo ich komme dachte ich, aber ich brauchte keine Angst haben, von alleine konnten sie nicht laufen und es sah auch nicht so aus, als wenn sie jemand entfernen würde. 5 rotgekleidete Figuren in Mönchskluft, die auf einem Zebrastreifen stehen. Ich muss sagen das sah echt cool aus und war für mich mein persönliches Highlight. Nebenbei wurde natürlich auch noch der Haupteingang des ehemaligen Flughafengebäudes illuminiert.









22.30 Uhr: Feierabend, ab nach Hause und die Füße kühlen.


Mein Fazit für diese Show:

Wenn man als Tourist so nebenbei zufällig diese Lichtspiele an den Gebäuden bestaunt, so macht das sicherlich viel Spass und ist auch eine nette Abwechslung. Möchte man allerdings gezielt das "Festival of Lights" besuchen, so sind die Erwartungen doch höher und aus meiner Sicht leider nicht bedienbar. Sicherlich waren ein paar schöne Sachen dabei, ich war auch nicht überall, das hätte ich rein zeittechnisch gar nicht geschafft, deswegen habe ich mich auf das Wesentliche konzentriert.
Als "Hobbyfotograf" und sicher auch als Profi ist es eine anstrengende Angelegenheit, sich ständig durchkämpfen zu müssen und zu hoffen, dass nicht wieder jemand durchs Bild läuft.

Ich sage mal so, einmal ist keinmal, aber zweimal ist schon zu viel.

Trotzdem soll sich natürlich jeder selbst ein Bild von dieser Veranstaltung machen.

Für mich steht fest, ich werde im nächsten Jahr wieder ein Bier an der Promenade unterhalb der East-Side-Gallery trinken, aber höchstwahrscheinlich dort sitzen bleiben ;).

Viele Grüße
Euer Easy



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